Johannes-Kepler-Gymnasium Ibbenbüren              

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Ein Film mit einem Happy End

Sonntag, 07. Jul. 2019 - 14:49 Uhr
von Holger Luck

Einen „filmreifen Abgang“ hatten die 182 Absolventen des Kepler-Gymnasiums im Untertitel ihres Abi-Mottos „ABIVERSAL“ angekündigt. Und sie hielten ihr Versprechen.

abi2019

Bei der Zeugnisübergabe am Freitagabend im Bürgerhaus waren die Outfits der Abiturienten schillernd und ihre Leistungen konnten sich sehen lassen. Der Notendurchschnitt des Jahrgangs lag bei 2,39. Ein Viertel der Abgänger hatte die begehrte 1 vor dem Komma.

„Wir haben das Drehbuch zum Film Abi 2019 mit Leben gefüllt.“ Mit diesen Worten wandten sich die Stufensprecher Sophie Böwer und Robin Wilhelm an ihre Mitschüler, Lehrer und Eltern. Ähnliche Anspielungen und Zitate aus der Welt des Films durchzogen fast alle Reden, die während der Feierstunde gehalten wurden. Durchaus selbstkritisch meinten die Schülervertreter weiter, dass irgendwann im Laufe der Dreharbeiten die Pubertät die Rolle des Bösewichts übernommen habe. Ihr Dank galt den Eltern für ihre Geduld und den Lehrern dafür, dass sie den Film mit kluger Regie zum „erhofften Happy End“ geführt haben.

Auch die Jahrgangsstufenleiter Claudia Peters und Tobias Mönninghoff sahen sich und ihre Kollegen als „geduldige Regisseure“. Die Abiturienten seien natürlich die zu Recht gefeierten Hauptdarsteller, ihre Eltern zumindest in der Anfangszeit noch für Maske und Kostüm zuständig gewesen. Gerne haben sie den Jahrgang auf seinem Weg in den Schauspiel-Olymp begleitet, so Mönninghoff und Peters.

Hubert Winkelsett sprach für die Eltern und legte den Schülern mit belastbaren Zahlen dar, dass sie die Hälfte ihrer Tage am Kepler-Gymnasium schulfrei hatten. Das werde ihnen in ihrem Berufsleben nicht mehr passieren, meinte er und fügte augenzwinkernd in Richtung Lehrer hinzu: „Mit einer Ausnahme natürlich.“

Mit Schulleiter Paul-Georg Weiser wurde es ernster. Nicht nur, weil die Übergabe der Abiturzeugnisse kurz bevorstand. Der Schulleiter verzichtete in seiner Ansprache auf jegliche Filmbezüge und nutzte sie stattdessen für kritische und mahnende Worte. An die Absolventen richtete er die Frage, ob wirklich jeder immer sein Bestes gegeben habe, oder manchmal nur soviel wie nötig. Der Notendurchschnitt liege etwas über dem des Vorjahres, sei aber „noch kein Grund für Euphorie“. In Bezug auf den sozialen Zusammenhalt mahnte Weiser: „Das Miteinander wird immer wichtiger in einer Welt zunehmender Vereinzelung.“ Bildung bleibe von zentraler Bedeutung, auch um den Fake-News-Verbreitern nicht die Zukunft zu überlassen.

Musikalische Auflockerung in den Reigen der Ansprachen und der anschließenden Zeugnisübergabe brachte das Juniorkammerorchester unter der Leitung von Uwe Berkemer. Danach wurde gefeiert.

Ehrungen

Als Jahrgangsstufenbeste – mit einem Notendurchschnitt von 1,0 oder nahe dran – wurden Sophia Kampling, Sophie Böwer und Jan-Philip Frehe geehrt. Beste ehemalige Haupt- und Real-Schülerin war Fatima Yassine (1,2). Sophia Kampling erhielt den Abiturientenpreis Deutsch. Die entsprechende Auszeichnung im Fach Mathematik ging an Jan Bühner. Clarissa Bücker wurde im Fach Chemie ausgezeichnet, Thorben Boße und Maik Simon im Fach Physik. Den Heinz-Steingröver-Preis übergab Hans-Dieter Mönninghoff an Philip Schönfeld und Sophie Böwer für ihre schulischen Leistungen und ihr soziales Engagement.

IVZ vom 08.07.2019

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