Johannes-Kepler-Gymnasium Ibbenbüren              

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Aufträge wie in einer echten Agentur

Mittwoch, 10. Jul. 2019 - 15:33 Uhr
von Ibbenbürener Volkszeitung (Redaktion)

Einen ganz praxisnahen Kunstunterricht gab es nun für Schüler des Kepler-Gymnasiums. Ihre Aufgabe: Ein Re-Design für Sneaker entwerfen. Die Aufträge hierfür wurden wie in einer echten Agentur verteilt.

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IBBENBÜREN. In den USA ist er ein gefeierter Star und auch hierzulande ist sein Name nicht unbekannt: Tinker Hatfield, der Designer der berühmten Nike-Turnschuhe. Ihn zum Vorbild nahmen sich die neunten Klassen des Johannes-Kepler-Gymnasiums, als sie im Kunstunterricht ein Sneaker-Re-Design entwarfen.

Bei einem Re-Design handelt es sich um die Neugestaltung eines bereits vorhandenen Produkts. Unter der Anleitung der Kunstlehrer Silvia Tan, Ute Heimeshoff und Mathias Scherrer erstellten die Schüler einen Entwurf zu einer vorgegebenen Jugendkultur. Wie in einer richtigen Designagentur auch, konnten sich die Schüler ihren Kunden „nicht aussuchen“, sondern haben ihren Auftrag zufällig gezogen, beziehungsweise vom „Agenturchef“ erhalten, heißt es in einem Pressetext der Schule. Für Youtuber, Sportler, Punk, Künstler, Fashionista, Gothics, Netflixer, Tänzer, Sprayer, Influencer, Hip-Hopper, Emos, Musiker, Wizards, Nerds, Gamer, Skater oder Cosplayer sollte ein vorhandener Schuh neu gestaltet werden. Durch die Zuordnung der Themen war es den Design-Neulingen möglich, das Arbeitsverhalten eines Designers nachzuempfinden.

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Bevor es richtig losgehen konnte, hatten die Schüler diverse Vorarbeiten zu erledigen, um sich mit den verschiedenen Funktionen von Design sowie mit diversen Materialien und ihrem Umgang vertraut zu machen. Nach der skizzenhaften Idee folgte die Umsetzung. Mit verschiedensten Materialien arbeiteten die Jugendlichen zu zweit an der Realisierung. Die Schuhe wurden bemalt, Sohlen abgetrennt und neugegossen, mit Sprühfarbe gearbeitet und Accessoires angefertigt. Besonders wichtig war das Hinzufügen einer Funktion, die mit Extrapunkten bewertet wurde, wobei die Schüler großen Einfallsreichtum bewiesen. So bekam der Fashionista-Schuh eine spiegelnde Oberfläche, um die Eitelkeit des Trägers zu befriedigen, Netflixer durften in gemütlichen Filzpantoffeln ihrer Sucht frönen und die Gamer bekamen einen zusätzlichen USB-Stick eingebaut, um immer „up-to-date“ zu sein, heißt es im Pressetext. Das seien nur wenige Beispiele für die „vielfach grandiosen Ideen und Umsetzung der vier Klassen“.

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Aus den Schülerreihen gab es sowohl positive als auch kritische Stimmen: „Das war mal etwas anderes als der normale Kunstunterricht“, erläuterte Katharina Stolpe aus der 9d. Auch die 9c äußerte sich überwiegend positiv. So stand für Bjarne Lünnemann fest: „Ich fand es schön, dass wir uns kreativ an dem Projekt beteiligen konnten. Mir hat gefallen, dass wir ein bestimmtes Thema zugelost bekommen haben.“ Anastecia Anton fand es dagegen gut, dass „man in den Stunden davor den Design-Prozess planen konnte“. Greta Stallford legte ihren Schwerpunkt auf andere Aspekte: „Mir hat es gut gefallen, dass wir mit verschiedenen Materialien arbeiten mussten. Die Teamarbeit war auch gut, denn alleine wäre es zu schwer. So hatte man mehr Einfälle und Ideen. Das Projekt war mal etwas anderes als nur ein Bild zu malen.“

Neben der Freiheit und der Kreativität hätten aber fast alle Schüler der Jahrgangsstufe 9 gerne noch mehr Zeit gehabt. Unterstützt wurde das Projekt durch das P.S.-Schuhhaus Riesenbeck. Im Schaufenster, sind die fertigen Exemplare nun auch zu sehen. Die übrigen Schuhe können in der Vitrine der Schule bestaunt werden.

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