Johannes-Kepler-Gymnasium Ibbenbüren              

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Ein Projekt zur Prävention sexueller Gewalt

Die Zeitungen vermelden immer neue, erschreckende Fälle von sexueller Gewalt an Kindern, die Zahlen von betroffenen Mädchen und Jungen sind unfassbar hoch. Wir müssen davon ausgehen, dass in einigen unserer Klassen Opfer sexueller Gewalt sitzen. Um diesen Kindern und Jugendlichen einen Weg zu Hilfe und Unterstützung aufzuzeigen und um potentielle Opfer so zu stärken und informieren, dass sie möglichst gut gegen sexuelle Übergriffe geschützt sind, bieten wir seit einigen Schuljahren ein breit aufgestelltes Projekt zur Prävention sexueller Gewalt an.

Das Konzept schließt sowohl die Schülerinnen, als auch ihre Eltern, als auch das gesamte Kollegium ein und wird von Expert/innen des Vereins Zartbitter Münster begleitet und in großen Teilen auch durchgeführt.

In größeren Abständen werden die Lehrer/innen durch einen Expertenvortrag informiert. Sie erfahren, in welchem Ausmaß sexuelle Gewalt geschieht und was sie tun können, wenn sie von einem Fall erfahren oder sich ihnen ein/e Schüler/in anvertraut.

Psycholog/innen des Vereins Zartbitter Münster übernehmen zu Beginn jedes Schuljahres den Vortrag für die Eltern unserer Sechstklässler/innen am gemeinsamen Elternabend. Im Anschluss können sie Fragen an die Experten stellen. Im Laufe des Schuljahres nimmt jede sechste Klasse an einem Projekttag teil, der ebenfalls von Zartbitter-Mitarbeiter/innen durchgeführt wird. Es handelt sich hierbei um drei Zeitstunden Expertenunterricht in Biologie. Die Inhalte sehen wie folgt aus:

  1. Definition der Bandbreite sexueller Gewalt: Grenzverletzungen - sexueller Missbrauch
  2. Entwicklung von Sprache und Gestik zum Thema „Grenzen setzen“
  3. Internet- und WhatsApp-Gefahren, wie die Verbreitung von Fotos, Sexting
  4. Klärung verschiedener Fragen in geschlechtergetrennten Gruppen
  5. Wünsche im Umgang miteinander
  6. An wen kann ich mich wenden, wenn ich über dieses Thema sprechen möchte?

Auch wenn der Schwerpunkt durch die Projekttage auf der Jahrgangsstufe 6 liegt, sollen natürlich möglichst viele Schüler/innen von TRUST profitieren. Aus diesem Grund werden interessierte Schüler/innen der Jahrgangsstufen 8 und 9 zu Moderator/innen ausgebildet („BuddYs“), die dann andere Schüler/innen informieren können oder erste Ansprechpartner/innen für Betroffene sein können. Bei einem so komplexen und sensiblen Thema geht das natürlich nur bei intensiver Betreuung der BuddYs. Daher übernimmt deren Ausbildung und Betreuung unsere Sozialpädagogin Bärbel Gövert.

Um TRUST kompetent und verantwortungsvoll umsetzen zu können, ist die Zusammenarbeit mit Experten von Zartbitter und auch vom Jugendamt unverzichtbar, was auch bedeutet, dass größere Kosten auf die Schule zukommen. Der Förderverein hat sich bereit erklärt, den größten Teil des Projektes zu finanzieren. Außerdem übernimmt der Verein Menschen gegen Kindesmissbrauch e.V. die Kosten für die Ausbildung der BuddYs.

In Zukunft werden alle Schüler/innen auf der Rückseite ihres Schülerausweises einen Hinweis auf Hilfsangebote finden, außerdem werden im Schulgebäude Poster zum Thema informieren.

 

 

Verantwortlich für die Inhalte dieser Seite: Stefanie Brüggemann und Bärbel Gövert

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